Pakistan
Bahawalpur ist eine historische Stadt im Süden der pakistanischen Provinz Punjab, geprägt von ihrer Lage am Rand der Cholistan‑Wüste und ihrer Vergangenheit als Hauptstadt eines Fürstenstaates. Bahawalpur wurde 1748 von Nawab Muhammad Bahawal Khan I. gegründet und nach ihm benannt. Die Herrscherfamilie leitete ihre Herkunft von den Abbasiden ab, weshalb die Stadt auch Baghdād al‑dschadīd ("Neu‑Bagdad") genannt wurde. Bis 1947 war Bahawalpur die Hauptstadt eines eigenständigen Fürstenstaates, bevor es Pakistan beitrat und 1955 in die Provinz Punjab eingegliedert wurde. Mit 762.111 Einwohnern (Zensus 2017) gehört Bahawalpur heute zu den größten Städten Pakistans. Die Stadt liegt wenige Kilometer südlich des Sutlej und besitzt eine markante historische Bausubstanz aus der Zeit der Nawabs. Zu den bedeutendsten Gebäuden zählen der Nur‑Mahal‑Palast, die historische Stadtmauer mit sechs Toren sowie mehrere Mausoleen. Wirtschaftlich ist Bahawalpur ein regionales Zentrum für Landwirtschaft, Textilien und Handwerk, darunter Baumwoll‑ und Seidenstoffe, Keramik und Teppiche. Die Stadt verfügt über einen Eisenbahnanschluss, einen Inlandsflughafen und seit 1975 über die Islamia University of Bahawalpur. In der Nähe entsteht zudem der große Quaid‑e‑Azam‑Solarpark


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