Liberalismus
Massimo d´Azeglio, geboren 1798 in Turin, war Schriftsteller, Maler und eine bedeutende politische Persönlichkeit des italienischen Risorgimento. Als romantischer Autor stand er in der Tradition Alessandro Manzonis, dessen Tochter er heiratete. Seine historischen Romane und Gemälde machten ihn früh bekannt, doch sein Einfluss reichte weit über die Kunst hinaus. Auf einer Reise durch die Romagna 1845 analysierte er die politischen Zustände und plädierte für liberale Reformen statt revolutionärer Umstürze. Später wurde er Ministerpräsident des Königreichs Sardinien und setzte sich für Pressefreiheit, Laizität und parlamentarische Institutionen ein. Berühmt ist sein Satz: "Fatta l´Italia, bisogna fare gli italiani", der seinen Wunsch ausdrückt, nicht nur einen Staat, sondern auch ein nationales Bewusstsein zu formen. D´Azeglio starb 1866 in Turin, hinterließ jedoch ein bleibendes kulturelles und politisches Erbe.