Franz Marek (1913–1979) war ein österreichischer marxistischer Intellektueller und langjähriger Theoretiker der Kommunistischen Partei Österreichs. Geboren in Wien als Ephraim Feuerlicht, entkam er 1938 der NS‑Verfolgung und schloss sich im Exil dem Widerstand an. Nach 1945 wurde er zu einer prägenden Stimme der KPÖ‑Publizistik, insbesondere als Redakteur der theoretischen Zeitschrift Weg und Ziel. Marek vertrat einen undogmatischen Marxismus, beeinflusst von Antonio Gramsci und der westlichen Marx‑Debatte. In den 1960er‑ und 1970er‑Jahren kritisierte er zunehmend den sowjetischen Dogmatismus und plädierte für demokratische Sozialismuskonzepte. Seine Reformpositionen führten 1970 schließlich zum Ausschluss aus der KPÖ. Marek blieb jedoch publizistisch aktiv und wirkte als Vermittler zwischen marxistischer Theorie, kritischer Wissenschaft und demokratischer Linker. Er gilt als wichtiger Vertreter des intellektuellen Eurokommunismus in Österreich.
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