Köln
Wolfgang Streeck ist ein Soziologe und politischer Ökonom, der die Debatten über Kapitalismus, Demokratie und europäischen Integrationsprozess maßgeblich beeinflusst hat. 1946 in Lengerich geboren, lehrte er nach Stationen in Frankfurt und Wisconsin ab 1995 am Max‑Planck‑Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, dessen Direktor er bis 2014 war. Streeck analysiert die strukturellen Spannungen zwischen Marktlogiken und demokratischer Selbstbestimmung und wurde mit Werken wie Gekaufte Zeit zu einer wichtigen Stimme der kritischen Kapitalismusforschung. Seine Beiträge zur Europakritik betonen die politischen Risiken einer technokratischen Wirtschaftssteuerung und die Erosion nationalstaatlicher Handlungsspielräume. Als Publizist mischt er sich regelmäßig in öffentliche Debatten ein und verbindet empirische Forschung mit pointierter Gesellschaftskritik. Streeck gilt als einflussreicher Vertreter der politischen Ökonomie.



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