Costantino Perazzi

Costantino Perazzi war ein bedeutender Ingenieur und Politiker in Italien. Er wurde am 24. September 1832 in Novara geboren und starb am 28. Oktober 1896 in Rom.
Perazzi absolvierte ein Studium der Bergbauingenieurwissenschaften und spezialisierte sich an der Ecole des Mines in Paris, wo er Quintino Sella kennenlernte, eine Freundschaft, die ein Leben lang anhielt. Nach seinem Studium trat er in den Königlichen Bergbaukörper von Sardinien ein.
Im Jahr 1862 wurde er von Sella, dem damaligen Minister für öffentliche Arbeiten, für eine Aufgabe von größter Bedeutung für den neu entstandenen Staat berufen: die Herstellung italienischer Wertpapiere. Für diese schwierige Aufgabe zog er für über ein Jahr nach London. Die hervorragende Arbeit, die er leistete, brachte ihm den Ritterschlag ein.
Perazzi wechselte vom Ministerium für Landwirtschaft, Industrie und Handel zum Finanzministerium, wo er von 1872 bis 1873 Generalsekretär war. Politisch stand er auf der Seite von Sella und wurde zunächst Abgeordneter von Valsesia, dann Staatsrat und schließlich ab 1884 Senator des Königreichs. Er war ein starker Befürworter der Notwendigkeit, eine Steuer auf das Mahlen einzuführen.
Er bekleidete viele Ämter gleichzeitig; so war er viele Jahre lang Rat am Rechnungshof und am Staatsrat und ab 1883 Vizepräsident des Bergbaurates. Nach dem Rücktritt von Agostino Magliani übernahm er 1888 im ersten Kabinett Crispi dessen Posten als Schatzminister; 1889 wurde er im zweiten Kabinett Rudinì zum Minister für öffentliche Arbeiten ernannt.
Als leidenschaftlicher Bergsteiger und Begleiter von Sella bei Ausflügen in die Monte - Rosa - Gruppe war er einer der Gründer des Italienischen Alpenclubs, der 1863 in Turin gegründet wurde. Ihm ist die Punta Perazzi im Monte - Rosa - Massiv gewidmet.
Perazzi wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter der Großkreuzritter mit Großkordon des Ordens der Heiligen Mauritius und Lazarus, der Großkreuzritter mit Großkordon des Ordens der italienischen Krone, der Großkreuzritter mit Großkordon des Kaiserlichen Ordens von Franz Joseph (Österreich - Ungarn) und der Kommandeur des Königlichen Ordens von Karl III. (Spanien).


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Philatelistische Aufsätze in Anthologien und Zeitschriften