Stephan Jürgens - Philatelie & mehr

Italien

Ausriß aus H. Schwaneberger Internationales illustrirtes Briefmarken-Sammelbuch, 11. Auflage

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Zitate

Italien.
Geschichte. Im Mittelalter besorgten den Nachrichtenverkehr in Italien Boten der Kaufleute und der aufblühenden Städte. Schon im 13. Jahrhundert bestand zwischen einer Reihe der wichtigsten Handelsplätze Toscaniens und Oberitaliens und den Messeorten der Champagne ein regelmäßiger Botendienst. Im 14. Jahrhundert richtete die Florentiner Kaufmannschaft einen genau geregelten Botendienst zwischen Florenz und Avignon ein. An die erste Stelle rückte dann Venedig mit seinen zahlreichen Botenverbindungen nach den Ländern jenseits der Alpen. In Italien selbst hatten in den folgenden Zeiten die Städte Mailand und Neapel mit gut entwickelten Boteneinrichtungen einen wesentlichen Anteil an der Verkehrsentwicklung. Später wurden Taxissche Posten im Lande eingerichtet. Karl V. belehnte mit Einwilligung der Republik das Haus Taxis mit dem kaiserlichen Postwesen in Venedig. Am 30. 9. 1564 ernannte Kaiser Maximilian II. den Johann Anton de Taxis zum kaiserlichen Postmeister in Rom. Auch in Mailand und Neapel traten taxissche Posten in Wirksamkeit. Landesherrliche Posten entstanden im Königreich Sardinien, im Kirchen-staat, in den Herzogtümern Parma und Modena, im Großherzogtum Toscana und im Königreich beider Sizilien. Im ganzen herrschte so jahrhundertelang ein Zustand der Zersplitterung. Nach der Gründung des italienischen Einheitsstaates (17. 3. 1861) fiel der Regierung des neuen Königreichs die Aufgabe zu, auch das Postwesen zu vereinheitlichen. Der erste Schritt hierzu war die Aufhebung der selbständigen Landesposten und die Bildung einheitlicher Postkreise (compartimenti postali), deren Begrenzung im wesentlichen der früheren politischen Einteilung Italiens entsprach. Die vollständige Vereinheitlichung des Postwesens wurde durch den Königlichen Erlaß vom 25. 11. 1869 herbeigeführt, der im damaligen Umfang des König-reichs Italien am 1. 7. 1870 und für den dem italienischen Gebiet im September 1870 einverleibten Rest des Kirchenstaates am 1. 1. 1871 in Kraft getreten ist. Durch den Erlaß wurde als oberste Verwaltung für das italienische Postwesen eine Generalpostdirektion geschaffen, die nur in ihren Beziehungen zum Gesamt-Staatshaushalt dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten unterstellt wurde, im übrigen aber selbständig war. Eine Sonderstellung wurde dem päpstlichen PA vorbehalten. Nach der Einverleibung des Kirchenstaats wurde dem Papst durch das »Garantiegesetz s vom 13. 5. 1871 das Recht zuerkannt, ohne jede Ein-mischung der italienischen Regierung mit dem Episkopat und mit der gesamten katholischen Welt frei zu verkehren und im Vatikan oder in einem der anderen der päpstlichen Aufenthaltsorte Post- und Telegraphenanstalten mit vom Papst selbst gewählten Bea einzurichten. Das päpstliche PA konnte geschlossene Briefpakete unmittelbar mit den Auswechselstellen der fremden Verwaltungen austauschen oder auch seine Briefschaften den italienischen PAnst übergeben. Die mit dem Siegel des päpstlichen PA verschlossenen Kartenschlüsse oder Briefsendungen sollten in beiden Fällen durch das italienische Staats-gebiet gebühren- und kostenfrei durchgehen. Auch bei der einschränkenden Neureglung der Gebührenfreiheit im Jahre 1874 behielten der Papst und der heilige Stuhl die im Art. 12 des Gesetzes vom 13. 5. 1871 gewährleistete Gebührenfreiheit. Am 1. 1. 1874 trat das italienische PG vom 23. 6. 1873 in Kraft. Als wesentliche Neuerungen wurden durch dieses Gesetz Postausweiskarten (biglietti di ricognizione personale) und Postkreditbriefe (titoli di credite postale) eingeführt. Durch königlichen Erlaß vom 10. 3. 1889 wurden die beiden Generaldirektionen für das Postwesen und das Telegraphenwesen aufgehoben und beide Dienstzweige einem besonderen Ministerium für Posten und Telegraphen unterstellt. Der Königliche Erlaß vom 27. 1. 1890 rief eine neue Körperschaft, den „Verwaltungsrat der Posten und Telegraphen“als; eine begutachtende Behörde ins Leben. Durch Gesetz vom 15. 7. 1907 wurde das Fernsprechwesen verstaatlicht. Nach dem Ankauf der Fernsprechnetze durch den Staat wurde in dem Postministerium eine besondere Generaldirektion für das Fernsprechwesen gebildet, die später mit der Generaldirektion für das Telegraphenwesen vereinigt wurde. Durch Gesetz vom 6. 9. 1917 wurde der Postscheckdienst am 21. 12. 1918 eingeführt. Seit dem 23. 4. 1925 führte die italienische Post- und Telegraphenverwaltung ihren eigenen Haushalt. Gleichzeitig wurden die drei Generaldirektionen (Personal, Postdienst, Elektrische Dienstzweige) zu einer Generaldirektion vereinigt. Italien ist seit dem 10. 6. 1946 Republik.
in: Hans Rackow: Handwörterbuch des Postwesens

Philatelistische Literatur


C.G.: Italien & Östereich
  Bietigheim-Bissingen   2016


Mario Diena: Studi e Scritti 1927 - 1952
Centro Filatelico Internazionale   Milano   1974


A.v. Schweiger-Lechenfeld: Die Überschienung der Alpen
Reprint 1983 transpress   Wien   1884

Nicht-Philatelistische Literatur


Echt Italien. Über 100 kreative Rezepte von Marinne Zunner
  München   2016


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 41 Architektur in Italien. Stauffenburg Verlag   Tübingen   2006


Aus Politik und Zeitgeschichte B 35 - 36/2004
bpb / Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament   Bonn   2004


Alfons Schuhbecks Meine Italienische Hausmannskost für Feinschmecker
Zabert Sandmann   München   2004


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 36. Der Gardasee. Stauffenburg Verlag   Tübingen   2003


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 32 Ligurien. Rotbuch Verlag   Hamburg   2001


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 30 Deutsch-italienische Wahlverwandschaften. Rotbuch Verlag   Hamburg   2000


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 29. Schwerpunkt: Päpstinnen und Päpste. Rotbuch Verlag   Hamburg   2000


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 28 Diven und andere Götter. Rotbuch Verlag   Hambrug   1999


Unser Italien Kochbuch Nr. 1
GU   München   1998


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 24 Neapel. Rotbuch Verlag   Hamburg   1997


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 22 Jüdisches Leben heute. Rotbuch Verlag   Hamburg   1996


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 21 Umbrien und die Marken. Rotbuch Verlag   Hamburg   1996


Gerhard Feldbauer: Von Mussolini bis Fini. Die extreme Rechte in Italien
ELEFANTEN PRESS   Berlin   1996


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 20 Wein. Genießen auf italienisch. Rotbuch Verlag   Hamburg   1995


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 18. Schwerpunkt: Politische Kultur in Italien. Serie Piper   München   1994


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 17. Schwerpunkt Fumetti - Comics in Italien. Serie Piper   München   1994


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 15 Schwerpunkt: Deutsch-italienische Kulturbeziehungen. Serie Piper   München   1993


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 15 Schwerpunkt: Triest. Serie Piper   München   1993


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 13 Schwerpunkt: Columbus. Serie Piper   München   1992


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 11. SchwerpunktAntonio Gramsci. Serie Piper   München   1991


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 10. Schwerpunkt Rom heute. Serie Piper   München   1990


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 5. Schwerpunkt Sizilien. Serie Piper   München   1988


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 2. Schwerpunkt: Emigration. Serie Piper   München   1986


Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart
No. 1. Schwerpunkt: Italo Calvino. Serie Piper   München   1986


Helga Koppel: P.C.I. (partito comunista italiano). Die Entwicklung der italienischen KP zur Massenpartei
VSA   Berlin   1976


Helga Koppel: Klassenkämpfe in Italien heute
Marxistische Taschenbücher   Frankfurt/Main   1972


Die Verfassung der italienischen Republik
  Rom   1948


Giulio Aquila: Der Faschismus in Italien
Verlag Carl Hoym Nachf.   Hamburg   1923


Giulio Aquila: Die italienische Sozialistische Partei
Verlag der Kommunistischen Internationale   Hamburg   1922


Parragon: Italienische Küche
  Bath   ohne Jahr


Deluxe Menus
Lidl   Neckarsulm   ohne Jahr

Aufsätze in Anthologien und Zeitschriften

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