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Neapel (Königreich)

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Zitate

Neapel, ehem. Ital Königreich, z.Z. der Markenausgabe genau "Königreich beider Sizilien", da 1816 Neapel mit Sizilien vereinigt wurde. Für den neapolitan. Teil dieses Königreiches erschienen 1858 sieben eigene Marken. Unter der 1860 gebildeten Provisorischen Regierung, die der Anschluß an das entstandene Königreich Italien vorbereitete, wurden zwei Marken verausgabt, die zu den großen Raritäten zählen (Trinacria). Nach dem Anschluß brachte die ital. Post als erste Postwertzeichen die im Michel-Katalog unter Italien Mi 1-8 verzecihneten Marken in auf neapolitan. Währung Tornese bzw. Grana und in den ehem. Sardinien-MArken angeglichener Zeichnung heraus.
in: Ullrich Häger: Kleines Lexikon der Philatelie

Neapel, Naples (f), Stadt and Staat in Italien; eigene Marken vom 1. Juni 1858 bis Mai 1861. Ausgabe 1858 trägt das Wappen beider Sizilien; Ausgabe 1860 das savoyische Kreuz. N. gehört seit 1861 zum Königreich Italien.
in: Alexander Bungerz: Grosses Lexikon der Philatelie

Neapel, + altital. Königreich, 1858 bis 1860, 200 Tornesi = 100 Grana = 1 Dukaten. Die Farbe d.M. von N. ist sehr empfindlich und meißt verblaßt oder zersetzt. Farbfrische Marken sind selten. Trinacria und Sovoyer-Kreuz 1860 RRR! Gefährliche Fälschungen!
in: Ernst Krapp: ABC der Philatelie. Illustriertes Hand- und Wörterbuch

Ein Neudruck ward nicht veranstaltet. Die letzte Ausg. war bis Ende 1862 in Umlauf. Die Restbestände davon wurden an Händler verkauft. Die Fälschungen, welche sehr zahlreich sind, zerfallen in 2 Gattungen: die erste, von verkommenen Landessöhnen angefertigt, um die Psot zu betrügen. Die waren folgende M. der Ausg. 1858: 2, 10, 20 grana rosa, welche auf Briefe geklebt, abgestempelt und befördert wurden. Angeblich auch 1/2, 1, 5, 50 grana rosa. Die zweite Art Fälschungen rührt von Menschen her, die ihren Beruf verfehlt haben und deshalb vom philatel. Bauernfang leben. Diese setzen folgende Nachahmungen in die Welt: 1/2 grano roth, 1/2 tornese blau (Wappen), 1/2 tornese blau (Kreuz). Alle drei in Steindruck statt Kupferstich, auch fehlt das Wasserz. Lilie. Abgesehen davon sind die Fälschungen vielfach mit grösster Sorgfalt ausgefährt und ist Vorsicht beim Ankauf dringend zu rathen. Zur Anfertigung von 1/2 blau Kreuz hat die Platte derselben M. mit Wappen gedient. Die trug als Werthangabe unten 1/2 G.". Bei der M. mit Kreuz ward G halb ausgeschabt und in 1/2 T. Verwandelt. Bei den Fälschungen ist weder vom Wappen, noch vom G. etwas zu sehen.
in: Paul Lietzow: Das Schwarze Buch der Philatelie oder Neudruck und Fälschung von Postmarken und Briefumschlägen.

Philatelistische Literatur


Vito Mancini: Tariffe Postali nel Mezzogiorno d'Italia dal Viceregno alla riforma del 1862
Istituto di Studi Storici Postali   Prato   2003


Gaetano Dello Buono: Bollature e annullamenti postali del Regno di Napoli dalle origini alla fine del loro uso
Vaccari   Vignola   2003


Paolo Vollmeier: Neapel. Die Transit-, resp. Eingangs-Stempel von Neapel bis zum Jahr 1809
Beilage zu den Rundbriefen des Deutschen-Altbriefsammler-Vereins e.V.   Castagnola   1973


Emilio Diena: I Francobolli del Regni di Napoli e i due provvisori da mezzo tornese del 1860
Nachdruck 2008 Vaccari, Vignola   Milano   1932


Ing Vincenco Vittozzi: Die Entwertungsstempel auf den Marken des Königreichs Neapel
Veröffentlichungen der Abstempelungssammlergruppe des Österreichischen Philatelisten-Klubs "Vindobona". Verlag "Die Postmarke"   Wien   1929


Antonello Cerruti: I Francobolli da 2 Grana del Regno di Napoli
  ohne Ort   ohne Jahr

Aufsätze in Anthologien und Zeitschriften

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