Kultur

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Kultur ist ein facettenreiches Konzept, das die Gesamtheit menschlicher Schöpfungen umfasst. Sie beinhaltet alles, was Menschen im Laufe der Zeit geschaffen und entwickelt haben, wie Ideen, Werte, Traditionen und Lebensweisen. Kultur manifestiert sich in den "schönen Künsten" wie Bildender Kunst, Musik und Literatur, aber auch in Umgangsformen, Sittlichkeit, Wohn - und Esskultur. In Stuttgart, einer Stadt, die mehrfach als Kulturhauptstadt Deutschlands ausgezeichnet wurde, findet man eine lebendige Mischung aus Tradition und Moderne. Die Stadt beheimatet Kulturstätten von Weltniveau und eine lebhafte Freie Szene, die Stuttgart zu einer vielfältigen Kulturmetropole machen. Kultur ist nicht statisch, sondern dynamisch; sie entwickelt sich ständig weiter und passt sich neuen Gegebenheiten an. Sie ist auch ein Mittel zur Abgrenzung und Identifikation von Gruppen, wobei Subkulturen innerhalb einer größeren Kulturgruppe eigene Merkmale und Ausdrucksformen entwickeln können. Der Schutz von Kulturgütern ist ein wichtiges Anliegen, und Organisationen wie die UNESCO koordinieren den internationalen Schutz und lokale Umsetzungen.


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Unterhaltungskunst: in der DDR gebräuchlicher kulturpolitischer Begriff (anderswo Entertainment, Estrade) für jene Formen künstlerischer Produktion und Kommunikation, die direkt und unmittelbar die Unterhaltung und das Vergnügen des Publikums, von Hörern und Zuschauern anstreben. U. wirkt auf direkte, eingängige Weise auf die Gedanken, Gefühle und Stimmungen der Menschen, vermittelt anschaulich und populär Ansichten über Alltag und Epoche, verbreitet Humor und gute Laune, unterstützt das Lachen und den heiteren, spielerischen Umgang mit der Wirklichkeit. U. ist aktiv beteiligt an den geselligen Vergnügungen im Land, an der massenhaften und zugleich differenzierten Entwicklung von Spiel und Tanz, von öffentlichen und privaten Festen und Feiern. Dazu entwickelt und nutzt sie das ganze Spektrum künstlerischer und technischer Möglichkeiten: Bild und Ton, Musik und Tanz, Gestus und Wort, Laser und Licht, Film und Video, Design und Mode, Täuschungen und Tricks. U. entwickelt sich in der DDR vorrangig in zwei Formen: 1. als Medienunterhaltung in Fernsehen und Hörfunk. Die elektronischen Medien sind hauptsächlich Produzenten von Unterhaltung und Musik; unterhaltende Angebote und Sendungen sind die massenwirksamsten Formen kultureller Kommunikation im Alltag; 2. als von der professionellen und nichtprofessionellen U. bestrittenes, weitgefächertes Veranstaltungswesen, einschließlich der gesellschaftlich organisierten Geselligkeit und Tanzveranstaltungen (Brigadeabend und Betriebsfest, Diskothek und festlicher Ball, Vergnügen der Hausgemeinschaft und öffentliches Volksfest, von der Kirmes bis zum Fasching). Grundformen der Unterhaltungsveranstaltungen sind: Konzert, Magazin, Revue und Show. U. ist eine dynamische, an Breite, Vielfalt und Qualität gewinnende Entwicklungsform der künstlerischen Kultur im Sozialismus. Zu ihren professionellen Entwicklungsformen gehören in der DDR: die Artistik und die Zirkuskunst, die Chanson - und Liedermacherszene, die Diskotheken, der Jazz, das Kabarett, die populäre Musik (Rock, Schlager, Tanz - und Unterhaltungsmusik), der populäre Tanz, die Wortkunst (Conferenciers, Moderatoren, Spielmeister, Sprecher, Texter) und die Zauberkunst. U. umfaßt nicht nur diese spezifischen künstlerischen Genres, sondern zugleich das ganze technische und organisatorische Instrumentarium ihrer Produktion und Verbreitung (Beleuchtung, Instrumente, Kameras, Studios, Ton - und Videotechnik) wie auch die Formen ihrer visuellen Darbietung und Präsentation (Stil von Habitus und Kleidung, Design von Bühne und Studio, Kunst der Darbietung und Interpretation). Mehr als bei anderen Künsten wirken technische Fortschritte, internationale künstlerische Trends, Veränderungen in Design und Mode unmittelbar auf die nationale U., bedürfen der kritischen Bewertung und schöpferischen Adaption. Nationale Produktionen und Leistungen müssen sich im internationalen Vergleich bewähren; über die Medien und den Kulturaustausch, durch industriell vervielfältigte Produkte (Schallplatten und Videos vor allem) werden ständig Vergleiche mit internationalen Leistungen und Trends möglich. Auch dies verleiht der U. eine besondere Beweglichkeit und veranlaßt zu aktiver Reaktion und schöpferischer Arbeit. Zur U. der DDR gehören das künstlerische Erbe der U. der Welt, Europas und der deutschen Kultur (Arbeiterkultur, Volkskultur und Unterhaltungskultur des 20. Jh.). Speziell in der Musik spielt das Erbe (darunter bereits die eigene DDR - Tradition) eine große Rolle. Ebenso die Lieder und Tänze der Vergangenheit, die progressiven Traditionen des deutschen Kabaretts und Varietés, Anekdoten und Witze, Gags und Tricks bei den Artisten usw. Das wichtigste aber ist - wie bei den anderen Künsten auch reale und fiktive Interpretation und Wertung der Wirklichkeit, der aktive Bezug zu den sozialen Erfahrungen und kulturellen Bedürfnissen des Publikums. U. in der DDR lebt hauptsächlich von Wertung und Wirkung in der Gegenwart, sie ist die massenwirksamste Form von sozialistischer Kunst. Neben der professionellen U. gibt es eine breite nichtprofessionelle Szene; Unterhaltung ist eine der Grundfunktionen der Volkskunst (so werden Diskotheken und Tanzveranstaltungen hauptsächlich von nebenberuflichen Diskothekern und Musikern bestritten). An der Entwicklung der U. beteiligen sich Schriftsteller, Komponisten, Designer und Modegestalter, Journalisten, Choreographen und Tänzer, Sänger, Schauspieler und Musiker, Kritiker und Wissenschaftler aus anderen künstlerischen Bereichen und kulturellen Einrichtungen. In die Sendungen und Programme der U. werden vielfach nichtkünstlerische Elemente einbezogen: Interviews, Spielrunden, sportliche Darbietungen, technische Tricks und elektronische Effekte. Auch von dieser Seite ist U. offen für technische Fortschritte und kulturelle Innovationen. Der Begriff U. wurde im 19. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jh. nur vereinzelt gebraucht. Seine heutige Bedeutung erhielt er erst durch die Bemühungen der sozialistischen Kulturpolitik um die Überwindung der historisch überlieferten Trennung von Kunst und Unterhaltung im Prozeß der sozialistischen Kulturrevolution in der DDR. Er knüpft daran an, daß sich im Laufe der historischen Entwicklung bestimmte Zweige und Genres der Kunst herausgebildet haben, die vorrangig auf die Befriedigung des Bedürfnisses nach Unterhaltung und Geselligkeit gerichtet sind und sich an ein breites, Massenpublikum wenden. U. ist wie alle Kunst eine Form der geistigen Produktion und der ästhetischen Interpretation von Lebensweise und deren Idealen. Sie vermag das Denken und Verhalten der Menschen, ihre Empfindungen und Gefühle, ihre Wertorientierungen und Verhaltensweisen massenwirksam zu beeinflussen. Viele Formen der U. sind besonders eng mit der Lebensweise des Volkes, mit seiner sozialen Psychologie und Mentalität verbunden. Auch in der ideologischen Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus gewinnt die Entwicklung einer sozialistischen U. zunehmende Bedeutung. In der sozialistischen Gesellschaft trägt die U. sowohl zur Reproduktion der Arbeitskraft wie zur sozialistischen Persönlichkeitsentwicklung aktiv bei. Spezielle Einrichtungen der U. sind in der DDR: die Konzert - und Gastspieldirektionen, der Staatszirkus, Kabaretts und Varietés, Diskotheken, Kulturparks und das Schaustellerwesen. Vielseitige, unterhaltende und gesellige Veranstaltungen werden in Klubs und Kulturhäusern, Gaststätten, Hotels, Ferienheimen sowie in Stadthallen und Kulturpalästen durchgeführt. Für die Koordinierung und planmäßige Entwicklung aller Bereiche der U. ist das Komitee für U. mit seiner Generaldirektion verantwortlich. Zur Entwicklung und Vorbereitung der U. tragen die Verlage, der VEB Deutsche Schallplatten und vor allem Fernsehen und Rundfunk der DDR sowie die Presse wesentlich bei. In Fortführung der kulturellen Traditionen der Arbeiterbewegung werden vielseitige Formen der Unterhaltung auch in der Kulturarbeit des FDGB und der anderen gesellschaftlichen Organisationen, in Freizeitgrüppen und Interessengemeinschaften entwickelt. Dazu gehören z. B. Brigadeabende und - ausflüge, Betriebs - und Wohngebietsfeste, Volks -, Heimat - und Pressefeste, Tanzveranstaltungen, Ausstellungen, Wettbewerbe, Klubabende u. a. Diese Formen des Kulturlebens sind charakteristisch für die U. in der DDR. Berufskünstler und Volkskunstschaffende arbeiten in diesen Veranstaltungen gemeinsam. An der Befriedigung der ständig wachsenden Bedürfnisse nach Unterhaltung sind alle künstlerischen Gattungen und Genres beteiligt; alle Künste haben in der sozialistischen Gesellschaft eine unterhaltende Funktion. Sie verwirklichen sie entsprechend ihrer Spezifik und ihren unterschiedlichep Wirkungsmöglichkeiten auf verschiedene Weise und gegenüber einem differenzierten Publikum. In diesem Sinne tragen auch die Literatur, das Musikleben und die Theater zur Entwicklung einer sozialistischen U. bei.


in: Kleines Politisches Wörterbuch

Philatelistische Literatur

Nicht-Philatelistische Literatur

Philatelistische Aufsätze in Anthologien und Zeitschriften

Article
: Philatelistenvereine als Träger kultureller Arbeit im Vereinsleben einer Stadt
in: 34. Bundestag des BDPh - 81. Deutscher Philatelistentag AIXPO 80 Bund Deutscher Philatelisten Aachen 1980

# Philatelie / Philateliegeschichte # Arbeit # Kultur

Article
Bernd Flessner : Vom Pavillon zum Basistelefon
in: Das Archiv. Magazin für Kommunikationsgeschichte Heft 1 2007 Frankfurt am Main 2007

# Postgeschichte / Kommunikationsgeschichte # Telephon / Fernmeldewesen # Kultur

Article
Jürgen Bräunlein : Zukunft braucht Herkunft
in: Das Archiv. Magazin für Kommunikationsgeschichte Heft 2 2013 Frankfurt am Main 2013

# Postgeschichte / Kommunikationsgeschichte # Kultur # Geschichte

Nicht Philatelistische Aufsätze in Anthologien und Zeitschriften

Article
Critical Art Ensemble : Die elektronische Störung. Nomadische Macht und kultureller Widerstand
in: Die Beute. Politik und Verbrechen - Herbst 1994 - Sicherheitskonzepte Edition ID - ARCHIV Frankfurt 1994

# Kultur

Article
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Franco Sepe : Kultur und Wirklichkeit im italienischen Kino
in: Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart No. 18. Schwerpunkt: Politische Kultur in Italien. Serie Piper München 1994

# Italien # Film / Kino # Kultur

CDs

Fingerprints Vol. 1 - Recorded live at the Arge Kulturgelände Nonntal, Salzburg

1993

Episoden auf DVDs