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Polen

| Corpo Polacco in Italia / Das polnische Korps in Italien

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Zitate

Polen.
Geschichte. Die ersten Spuren postähnlicher Einrichtungen finden sich in der Regierungszeit des Königs Boleslav-Chroby (999 bis 1025); sie wurden unter seinem Nachfolger weiterentwickelt. 1564 führte König Sigismund August eine Art regelmäßiger Postbeförderung für Amtsbriefe und reisende Amtspersonen ein. Auch rief er 1558 die erste ausländische Post ins Leben, und zwar auf der Linie Krakau-Venedig-Mailand zum Anschluß an die schon bestehende Postverbindung Augsburg-Venedig. Wladislaw IV. ließ 1647 regelmäßige Postverbindungen für alle Städte mit mehr als 4 000 Seelen herstellen. Bis 1674 bestanden in Polen neben der Staatspost in fast allen größeren Städten Privatposten. Sie durften nur mit Genehmigung des Königs eingerichtet werden, genossen jedoch dieselben Vorrechte wie die Staatsposten. Da sie aber mehr und mehr in scharfen Wettbewerb zur Staatspost traten, wurden sie durch Gesetz vom 29. 10. 1764 aufgehoben. Unter Stanislaus August (1764-1794) wurde das Postwesen durch Verordnung vom 19. 7. 1777 neugestaltet. Es wurde einer Generaldirektion in Warschau unterstellt, die sich aus einem General-Postdirektor; einem General-Postkommissar und einem General-Postkontrolleur zusammensetzte. In den Städten traten Postexpeditionen in Wirksamkeit, die Gebühren für Briefe und Pferde wurden neu geregelt, Anweisungen für die Postbea und die Postbenutzer herausgegeben, die Wege verbessert und Posthäuser gebaut. Unter preußischer Herrschaft erhielt Warschau (1796) die ersten regelmäßigen Personenpostverbindungen, und zwar zuerst mit Thorn und Königsberg wöchentlich zweimal. Als 1807 ein Teil Polens durch Napoleon unter dem Namen Großherzogtum Warschau eine Art von Selbständigkeit zurückerhalten hatte, wurde in Warschau wieder eine polnische General-Postdirektion eingerichtet. Durch die kriegerischen Ereignisse 1812-1813 büßte das polnische Postwesen auf mehr als 100 Jahre seine Selbständigkeit ein, obwohl es bis 1865 mit eigener Leitung eine gewisse Betätigungsfreiheit behielt. Von da unterstand es völlig der russischen Postverwaltung. Bei der Wiederherstellung des polnischen Staates am 1. 11. 1918 hatte zunächst das Ministerium des Innern die oberste Leitung der Posten und Telegraphen, sodann das am 15. 2. 1919 geschaffene Ministerium der Posten und Telegraphen, das am 18. 1. 1924 durch eine Generaldirektion ersetzt wurde. Im 1. und 2. Weltkriege war der Postdienst für gewisse Zeitabschnitte in deutscher Hand. Im Dezember 1944 übernahm die neugebildete Provisorische polnische Regierung auch die Postangelegenheiten.
in: Hans Rackow: Handwörterbuch des Postwesens

Philatelistische Literatur


POLONUS 581 - December 2020
Bulletin of the Polish Philatelic Society   Benicia, CA   2020


POLONUS 580 - September 2020
Bulletin of the Polish Philatelic Society   Benicia, CA   2020


POLONUS 579 - June 2020
Bulletin of the Polish Philatelic Society   Benicia, CA   2020


POLONUS 578 - March 2020
Bulletin of the Polish Philatelic Society   Benicia, CA   2020


POLONUS 577 - January 2020
Bulletin of the Polish Philatelic Society   Benicia, CA   2020


Nino Barberis: La posta militare del IIº Corpo Polacco in Italia
CIFR   Savona   2016


Hans-Jürgen Dobiat: Die Weiterverwendung von deutschen Stempeln in Polen nach dem 1. Weltkrieg
Poststempelgilde e.V.   Soest   2013


Stefan Petriuk, Manfred Schulze: Die Post im besetzen Polen 1914 - 1918. Die Tätigkeiten der deutschen, polnischen, österreichisch-ungarischen und russischen Post im besetzten Polen während des Ersten Weltkriegs
Mieczylaw Czernik: Die Post in Lodz während des Ersten Weltkrieges   Bonn   2000


Ilse Popp: Die Gründe zur Verwendung der preußischen "R"- und "P"-Stempel im Postverkehr mit Rußland und Polen
Postgeschichte und Altbriefkunde Heft 124 - Juni 1996   ohne Ort   1996


Ilse Popp: Die Gründe zur Verwendung der preußischen "R"- und "P"-Stempel im Postverkehr mit Rußland und Polen
Postgeschichte und Altbriefkunde Heft 124 - März 1996   ohne Ort   1996


Ilse Popp: Leitwege und Transitstempel der grenzüberschreitenden Post von Polen nach Preußen und westlichen Ländern
Postgeschichte und Altbriefkunde Heft 96 - März 1989   ohne Ort   1989


Ilse Popp: Leitwege und Transitstempel der grenzüberschreitenden Post von Polen nach Preußen und westlichen Ländern
Postgeschichte und Altbriefkunde Heft 92- 1988   ohne Ort   1988


Ilse Popp: Leitwege und Transitstempel der grenzüberschreitenden Post von Polen nach Preußen und westlichen Ländern
Postgeschichte und Altbriefkunde Heft 88- 1987   ohne Ort   1987


Ilse Popp: Leitwege und Transitstempel der grenzüberschreitenden Post von Polen nach Preußen und westlichen Ländern
Postgeschichte und Altbriefkunde Heft 87- 1987   ohne Ort   1987


Ludwik von Steinbach: Handbuch der vorphilatelistischen Stempel von Galizien und Bukowina
Postgeschichte und Altbriefkunde Heft 5 - 1967   Wroclaw   1962


St. Adamski, A. Roskowski, Curt Paul: Die Währungsreform in der Volksrepublik Polen
Deutscher Kulturbund - Sektion Philatelie - Bezirkskommission Halle   Dessau   1958

Nicht-Philatelistische Literatur


Krysztof Pilawski/ Holger Politt: Polens Rolle rückwärts. Der Aufstieg der Antionlakonservativen und die Perspektiven der Linken
VSA / Rosa Luxemburg Stiftung   Hamburg   2016


Heinrich Siegler: Die Ereignisse in Polen und in Ungarn
  Bonn   1956

Aufsätze in Anthologien und Zeitschriften

Relevante Kataloge