Braunschweig
Georg Eckert (1912 - 1974) war ein deutscher Historiker und Pädagoge, der die internationale Schulbuchforschung entscheidend prägte. Nach Studien in Geschichte und Romanistik arbeitete er zunächst als Lehrer, bevor er sich der Analyse politischer und kultureller Inhalte in Unterrichtsmaterialien widmete. Eckert erkannte früh, wie stark Schulbücher nationale Selbstbilder formen und Konflikte verstärken können. 1951 gründete er in Braunschweig das heutige Georg‑Eckert‑Institut, das internationale Vergleichsforschung etablierte und Kooperationen zwischen europäischen Staaten förderte. Sein Ziel war die Entwicklung ausgewogener, wissenschaftlich fundierter Darstellungen historischer Ereignisse. Eckert setzte sich besonders für eine gemeinsame deutsch‑französische Schulbucharbeit ein und trug damit zur Versöhnung nach 1945 bei. Sein Ansatz verband empirische Analyse, pädagogische Verantwortung und politische Sensibilität. Bis heute gilt Eckert als Wegbereiter der modernen Schulbuch‑ und Bildungsmedienforschung.

Umbrüche und Umdeutungen. Heroisierungen in historischer Perspektive
Wallstein
Göttingen 2024





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