Literatur / Belletristik
Karl Schröder (1884 - 1950) war ein deutscher Schriftsteller, Sozialist und Widerstandskämpfer, der sich zeitlebens für Arbeiterbildung und politische Aufklärung engagierte. Geboren in Polzin (Pommern), studierte Schröder in Berlin und Marburg Philosophie, Literatur - und Kunstgeschichte. Früh trat er der SPD bei, später der USPD und dem Spartakusbund. 1919 war er Mitbegründer der KAPD, traf in Moskau mit Lenin und Trotzki zusammen und publizierte in deren Parteiorganen. Nach internen Konflikten kehrte er 1922 zur SPD zurück und widmete sich der Arbeiterbildung, u.a. als Leiter des Bücherkreises. Gemeinsam mit Alexander Schwab gründete er die Widerstandsgruppe Rote Kämpfer, die ab 1933 im Untergrund arbeitete. 1936 wurde Schröder verhaftet und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach dem Krieg engagierte er sich im Bildungswesen in Berlin - Neukölln und leitete dort die Volkshochschule. Schröder verband politische Klarheit mit literarischem Engagement und blieb zeitlebens ein überzeugter Humanist.
Jenseits des Bolschewismus. Lebenswege Weimarer Linkskommunisten zwischen den Systemen des 20. Jahrhunderts
Wallstein
Göttingen 2025
# Weimarer Republik # Karl Schröder # Alexander Schwab # Bernhard Reichenbach # Adam Scharrer


