Wissenschaft
Michael Graber (geb. 1968) ist ein österreichischer Historiker und Archivar, der seit vielen Jahren im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) tätig ist. Sein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung des Nationalsozialismus, insbesondere der Verfolgung politischer Gegner, der Funktionsweise von Gestapo‑Strukturen und der regionalen Tätergeschichte. Graber arbeitet an der Schnittstelle von historischer Analyse und Archivpraxis: Er erschließt Quellenbestände, ediert Dokumente und trägt zur wissenschaftlichen Aufbereitung von Zeitzeugnissen bei. Seine Publikationen beleuchten lokale Netzwerke von NS‑Tätern und die Nachwirkungen autoritärer Herrschaft in der österreichischen Nachkriegsgesellschaft. Darüber hinaus engagiert er sich in Bildungsprojekten, die historische Forschung für Schulen und Gedenkinitiativen zugänglich machen. Graber gilt als präziser Quellenforscher, dessen Arbeiten wesentlich zur kritischen Erinnerungskultur beitragen.





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